War Leander der Richtige für Hero?
War die kurze und heftige Liebe zwischen Paris und Helena es wert, ganz Troja ins Unglück zu stürzen?
Hat die Liebe zu Isolde aus Tristan einen Verräter an seinem König gemacht?
Und Lancelots bedingungslose Liebe zu Guinevere? Hat sie ihn nicht ehrlos werden lassen und Arturs Königreich dem Untergang geweiht?
Welch gewaltige Macht hat Julia den Freitod wählen lassen – die Liebe?
Blickt man zurück auf Liebespaare wie Romeo und Julia, die in der Literatur unsterblich geworden sind, so fällt auf, dass Liebe und Glück höchst selten gepaart sind. Woran liegt das? Weil ein dramatischer Stoff mehr hergibt, länger nachwirkt, beruhigen wir uns und denken zugleich mehr als beklommen an die eigenen Beziehungen. An kleine und große Katastrophen, die so unversehens über uns gekommen sind. Und schon könnte das nächste Sprichwort bemüht werden, wie wäre es denn mit „Liebe macht blind“!
Wollten wir den Wissenschaftlern glauben, befinden sich alle Jungverliebten in einem Stadium des Vollrausches, in dem der gesunde Menschenverstand aussetzt. Was für ein Gefühl, wenn ein Blick, ein Lächeln es schafft, dass einem flau im Magen und weich in den Knien wird.
Wir alle sehnen uns nach Liebe und, wenn wir sie an einer Person festgemacht haben, nach einer harmonischen glücklichen Partnerschaft. Doch selbst wenn wir glauben, die Liebe fürs Leben gefunden zu haben, sollte stets der Gedanke präsent sein, wie sie am Leben erhalten werden kann, denn „Garantie gibt’s in der Liebe nie!“
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